Illegales Tauschen im InternetFündig werden Schülerinnen und Schüler im Regelfall bei den verschiedenen Tauschbörsen. Mittels Filesharing kann man sich hier Musik, Software und Filme aus dem Internet runterladen. Gleichzeitig kann man diese Dateien oder Dateifragmente aber auch anderen Usern zum Upload zur Verfügung stellen. Auf diese Weise werden aus Nutzern eines Angebotes selbst Anbieter von Raubkopien.
Filesharing als verbreitete PraxisWelche Dimensionen Filesharing mittlerweile angenommen hat, erkennt man, wenn man sich Software-Download-Hitlisten anschaut. So finden sich zum Beispiel auf Chip.de unter den Top-Zehn alleine fünf Filesharing-Programme. Auf den einzelnen Seiten, die Links zum Download von Raubkopien anbieten, tummeln sich teilweise über eine Million Besucher. Vor diesem Hintergrund scheint es wahrscheinlich, dass viele Millionen Deutsche "saugen". Wie viel Prozent davon Schülerinnen und Schüler sind, kann niemand sagen - schließlich handelt es sich bei den Telefonleitungen häufig um Familienanschlüsse. Dass es aber nicht wenige sein werden, ist anzunehmen.
Änderungen des UrheberrechtsDass dieser Volkssport nun unterbunden werden soll, zeigen sowohl die Änderung des Urheberrechtes als auch das Vorgehen der Industrie. Das Schweizer Unternehmen Logistep überwacht seit einiger Zeit für verschiedene Kunden die Filesharingnetzwerke und dokumentiert automatisch, welche Inhalte über welchen Zeitraum von welcher IP-Adresse geladen wurden. Diese Informationen werden an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Die neue Anzeigenflut bringt die Staatsanwaltschaften an ihre Grenzen.