Für den Europa-Unterricht unterteilen wir die Klasse in unterschiedliche Funktionsbereiche. Die Aufteilung des Unterrichtsgeschehens auf mehrere Stationen entzerrt das Schüleraufkommen an den beliebteren Stationen und ermöglicht den Kindern individuelle Verweil- und Arbeitszeiten.
Vier FunktionsbereicheDen Schülerinnen und Schülern stehen folgende Arbeitsbereiche zur Verfügung:
Grafische Übersicht
Übersicht über die Klassenzimmergestaltung mit vier verschiedenen ArbeitsbereichenDateigröße: 452 KB
Orientierungsplan mit Übersicht über die einzelnen Lernstationen und AufgabenstellungenDateigröße: 206 KB
Die Kinder arbeiten am Computer mit dem Kinder-Internetportal Lingoland. Sie hatten keinerlei Schwierigkeiten sich in "Lingoland" zu orientieren. Die Buttonleiste auf der linken Seite des Browserfensters, die aufpoppenden Texthinweise sowie die Identifikationsfigur Lingo erleichterten ihnen den Zugang.
Sprachen-Quiz und LexikonDas Sprachen-Quiz (Symbol: Schultafel) wirkte besonders anziehend, weil die Kinder hier Wörter aus unterschiedlichen Sprachen miteinander vergleichen konnten. Im Lexikon (Symbol: Buch) können die Schülerinnen und Schüler häufig gesprochene Wörter nachlesen und sich in einem Kontext als Satz vorsprechen lassen. Motivierend wirkte zudem, dass sich bei erfolgreichem Absolvieren des Sprachen-Quiz eine Urkunde als kleine Belohnung ausdrucken ließ.
Einsatzmöglichkeiten von LingolandDie von Lingoland angebotene Möglichkeit mit Kindern ein Sprachlernprojekt zu beginnen, mit ihnen interaktive und didaktische Sprachlernaufgaben zu erproben, erscheint im Rahmen eines überschaubaren Unterrichtsprojektes wenig sinnvoll. Lingoland ist wohl auch nicht darauf ausgelegt solch ein Projekt im Klassenverband durchzuführen. Sollen die Kinder eine eigene Homepage online stellen, muss auch immer eine E-Mail-Adresse vorhanden sein, was wohl nicht in jedem Fall zutreffend sein kann. Für die Bereiche "Homepage bauen" (Symbol: Computer) und "Sprachkurs" (Symbol: Untertasse) bietet sich Lingoland eher für das Üben und Lernen zuhause an. Damit sich die Kinder nicht untereinander stören, ist es hilfreich, mit Kopfhörern zu arbeiten.
Den Kindern standen das Schülerbuch "Schlag nach im Sachunterricht" (Band 3/4) sowie dazu passende Arbeitsblätter aus dem entsprechenden Lehrerband und das Arbeitsheft "Euro-Land entdecken" zur Verfügung. Zusätzlich konnten sie am Computer auf der Lingoland-Website den Bereich "Europa-Atlas" nutzen.
ErfahrungenDie Aufgaben waren zu einem großen Teil selbst erklärend. Als sehr ergiebig erwiesen sich die Möglichkeiten des Europa-Atlas. Informationen über ein Land, bekannte Lieder, ein kleines Video, Fotos und weiterführende Links bieten eine Fülle von Beschäftigungsmöglichkeiten.
GrenzenDie Kinder benötigten einige Unterstützung um sich auf der Europakarte zu orientieren, die richtigen Hauptstädte sowie Besonderheiten eines Landes herauszufinden. Einige Schülerinnen und Schüler arbeiteten auch zu oberflächlich, um schnell Ergebnisse vorwiesen zu können. Eine Nachkontrolle durch die Lehrkraft ist notwendig.
Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Software Lernwerkstatt 6 aus der Medienwerkstatt Mühlacker ein. Für unsere Kinder ist es ein eingeführtes Unterrichtsmaterial. Funktions- und Arbeitsweise sind ihnen seit dem ersten Schuljahr bekannt.
ErfahrungenDie Fragen zum Thema "Europa" (Stumme Karte) im Wissensbereich der Lernwerkstatt lassen sich gut in den Stationenbetrieb einbinden. In den Internetbereich der Lernwerkstatt ist zudem eine Fülle vorgefertigter Links zum Thema "Europa" eingearbeitet. Die Kinder arbeiteten selbstständig. Das Konzept, einen Computer für die Europakarte und einen für das Internet zu reservieren, hat sich bewährt.
Die Wand vor der Tafel diente als Funktionsbereich vier. Im so genannten "Info-Bereich" waren verschiedene Europakarten aufgehängt, auf denen die Schülerinnen und Schüler nachschauen, sich orientieren und informieren konnten.
ErfahrungenDie Kinder nutzten die Möglichkeiten zur Information sehr unterschiedlich: Manche orientierten sich an den Wandkarten, andere nahmen den Europa-Atlas aus dem Lingoland-Portal als Angebot wahr. Wieder andere verwendeten das Schlag-nach-Buch als Informationsquelle.
Auffällig waren die vielen Gespräche, die die Kinder sachbezogen miteinander führten. So konnten sie sich sehr gut gegenseitig helfen und sich untereinander (auch) bei technischen Problemen - beispielsweise beim Umgang mit dem Computer - Tipps geben. Der Einsatz des Internetportals Lingoland im Unterricht hat sich bewährt. Es bietet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Zugänge zu europäischen Ländern. Wenn nun das Staaten- und Sprachen-Angebot noch weiter ausgebaut wird, ist Lingoland ganz bestimmt ein "Muss" für den Grundschulunterricht.