Petra Anders
18.01.2006

3. und 4. Unterrichtsschritt: Produktion eigener Poetry Clips

In den folgenden vier Unterrichtsstunden erstellen die Schülerinnen und Schüler eigene Poetry Clips.

Inhaltliche Zielsetzungen

In diesen produktionsorientierten Unterrichtsstunden liegt der Fokus auf der Medienarbeit: Die Schülerinnen und Schüler werden in Grundzüge der Filmsprache eingeführt, drehen und bewerten eigene Poetry Clips und stellen diese anderen Nutzern online oder als DVD zur Verfügung.

Konzeption des eigenen Clips

Die Schülerinnen und Schüler gehen in ihre bewährten Gruppen zurück. In einem ersten Schritt erarbeiten sie sich anhand der weiteren Poetry Clips der DVD als filmsprachliche Grundlagen die Einstellungsgrößen sowie Kameraperspektiven und -bewegungen.

Dann können sie zwischen drei Möglichkeiten wählen:

  • Entweder sie arbeiten ein Konzept zu den bereits bekannten Slam Poetry-Texten aus und beginnen die Dreharbeiten.
  • Alternativ wählen sie einen anderen Text der Poetry Clip-DVD und entwickeln dazu einen Clip, den sie selbstständig mit dem Original vergleichen.
  • Oder sie inszenieren einen Clip zu einem literarischen Text aus dem Unterrichtszusammenhang oder aus der eigenen kreativen Arbeit.

Alle drei Alternativen können mit dem Arbeitsblatt 3 angeleitet werden. Außerdem empfiehlt sich der Rückgriff auf die Leitfragen von Arbeitsblatt 2. Zusätzlich können die Gruppen auch ein Storyboard anlegen.

poetry_clips_ab3.rtf
 

Die Dreharbeiten
Für die Dreharbeiten teilen die Schülerinnen und Schüler die Aufgabenbereiche ihres Filmteams ein: SchauspielerIn, RegisseurIn, Kameramann/-frau und Masken- und KostümbildnerIn. Denkbar ist auch, dass sich die Teams zusammen mit den inhaltlichen Leitfragen von Arbeitsblatt 2 vorbereiten und dann einzeln und arbeitsteilig die folgenden Aufgaben übernehmen:

  • SchauspielerIn: freien Vortrag des Textes üben
  • RegisseurIn: Inszenierung koordinieren, Anweisungen geben
  • Kameramann/-frau: Arbeitsblatt 3, Aufgaben 1-2, Einstellungen und Bewegungen ausführen
  • Masken- und KostümbildnerIn: Make-up bestimmen und Kleidung sowie Requisiten organisieren

Bewertung der Ergebnisse

Bewertung durch die Lehrperson
Mithilfe der Checkliste werden die entwickelten Poetry Clips bewertet. Die Skala geht von sehr schlecht (1 Punkt) bis sehr gut (10 Punkte) und orientiert sich dabei an der Punkteverteilung der Publikumsjury bei einem Poetry Slam.

Bewertung durch die "Klassenraumjury"
Die Publikumsbeteiligung kann auch aktiv in einem Clip-Slam erfolgen:

  • Die Teams schreiben ihren Namen auf Zettel.
  • Ein Moderator oder eine Moderatorin zieht die Reihenfolge der Präsentierenden.
  • Der Moderator oder die Moderatorin ruft die Präsentierenden auf, diese stellen ihren Poetry Clip vor.
  • Jede und jeder aus dem Publikum erhält eine Bewertungsliste, in die er die Punkte einträgt und am Ende des Clip-Slam bei der/dem ModeratorIn abgibt.

Oder:

  • Eine zehnköpfige Jury wird ausgelost, die die Gesamtpunktzahl jeder Präsentation auf einen Zettel schreibt und in Richtung ModeratorIn hält.
  • Das durch die Jury oder durch das gesamte Publikum ermittelte Siegerteam erhält einen symbolischen Preis.

Abschlussbewertung
Als Leistungsnachweis kann einerseits das Konzept beziehungsweise das Storyboard, andererseits das technische Endprodukt (zum Beispiel 50% durch MitschülerInnen, 50 % durch die Lehrkraft) benotet werden. Abschließend setzen die Schülerinnen und Schüler Ihre Ergebnisse mit einer Kontaktadresse ins Internet.

Externe Bewertung ermöglichen
Indem die Schülerinnen und Schüler eine Poetry-Clip-Galerie einrichten und eine Voting-Möglichkeiten geben, können Internet-User (wie Partnerschulen, MitschülerInnen, Eltern) über die Lieblings-Poetry Clips abstimmen.

Weiterlesen

Material
 
lo-extra
Leseförderung
  • Leseförderung
    Leselust lässt sich auch mit digitalen Medien fördern - in allen Schulformen.
Besucher-Hits
 
  • Herder
    Die "Abhandlung über den Ursprung der Sprache" wird Thema.
  • Georg Büchner: Woyzeck
    Textanalyse und Online-Recherche zu Autor und Werk
  • Stilmittel
    Die Lernenden setzten sich kreativ mit verschiedenen Stilmitteln auseinander.
 
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