JMATCH im AnfangsunterrichtDie Übungsform JMATCH (Zuordnungsübung) eignet sich gut zum Erschließen und zur Festigung von neuen Vokabeln im Anfangsunterricht. Die weiteren Übungsformen können ebenfalls zur Wortschatzfestigung und -erweiterung eingesetzt werden, jedoch ist davon auszugehen, dass den Schülerinnen und Schüler etwa das Erstellen eines Lückentextes sowohl auf sprachlicher und auf der Anwendungsebene schwer fällt. Dazu ist zu bedenken, dass die meisten Schülerinnen und Schüler den Computer lediglich als Anwender kennen und an die Aspekte wie Ordner, Speicherorte, Laufwerke oder Verzeichnisse herangeführt werden müssen.Reduktion: produzieren statt recherchierenDurch die Beschränkung auf die Übungsform JMATCH vollziehen wir eine bewusste Reduktion des Lerninhaltes. Eine Recherche ließe sich ohne Weiteres in die Einheit einbauen. So wäre es möglich, HotPotatoes in Verbindung mit Online-Wörterbüchern oder Seiten für Kinder, die Englisch lernen, zu verwenden. Auf diese Weise können sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig neues Vokabular aneignen.Keine weitergehenden ZielsetzungenAus zwei Gründen haben wir uns dagegen entschieden, komplexe Lernziele an diese Einheit zu knüpfen: Zum einen halten wir es für sinnvoll, das Lernpensum bei einem ersten Kontakt mit den neuen Medien im Fremdsprachenunterricht gerade in der Klassenstufe 5 sinnvoll einzugrenzen. Unser Schwerpunkt liegt darauf, dass die die Schülerinnen und Schüler eigene Übungen mit dem Autorenprogramm Hot Potatoes erstellen. Deshalb haben wir den Aspekt der Recherche im Internet weitgehend ausgeblendet - es kann sein, dass die Schülerinnen und Schüler Bilder im Internet suchen müssen, was sich aber leicht vermitteln lässt. Ein weiterer Grund gegen die Verwendung von Online-Wörterbüchern ist Folgende: Meist fehlt der Aspekt der Aussprache, so dass sich das Aneignen der neuen Vokabeln auf die Schriftform beschränkt. Da gerade im Englischen aber eine korrekte phonetische Aneignung wichtig ist, haben wir im Rahmen unserer Einheit davon abgesehen.
Mögliche ErweiterungenDie Einheit ist als erster Schritt zum Verwenden von Hot Potatoes in seiner Gesamtheit im Anfangsunterricht zu verstehen. Wenn die Lerngruppe an diesem Fall auch den Umgang mit dem Computer gelernt hat, können die weiteren Übungsformen, die Hot Potatoes bietet, eingesetzt werden. Hier müssen die Schülerinnen und Schüler nicht unbedingt eigenständig Übungen erstellen, sondern können sie auch nur anwenden. Wobei das Durchdringen und das Verstehen eines Lerngegenstandes gerade bei der selbstständigen Strukturierung und dem Erstellen einer Übung zu dem Thema deutlich wird und zudem eingefordert wird.
Inhaltliche BasisBei dem Erstellen der Übungen mit Hot Potatoes verwenden die Schülerinnen und Schüler in einem ersten Schritt ihre in der vorhergehenden Stunde angefertigten Dialoge. So können sie sich auf das Kennenlernen des neuen Programms und der Arbeit konzentrieren. Als Vorstufe dazu erhalten sie ein Arbeitsblatt, dass in Anlehnung an die Oberfläche des Programms JMATCH gestaltet wurde. Hier bringen die Schülerinnen und Schüler ihren Dialog in die Form, in der sie den Text später eingeben müssen.Die Arbeit mit BilddateienDie Arbeit mit Bildern in JMATCH haben wir erst als zweiten Schritt angeführt. Es ist davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten beim Erstellen einer Übung mit Bilddateien haben werden - weniger auf der sprachlichen Ebene als vielmehr im Umgang mit dem Computer. Die Bilder müssen in das Programm eingefügt werden und in einem bestimmten Ordner abgelegt sein, damit der Verweis innerhalb von Hot Potatoes stimmt und das Bild angezeigt werden kann. Dieser Aspekt stellt oft ein Problem dar, weil die Schülerinnen und Schüler auf lokalen Laufwerken arbeiten und die fertige Übung auf ein zentrales Laufwerk übertragen, jedoch die Bilddateien dabei vergessen können.Die Arbeit mit TextenSomit ist als erster Schritt die Arbeit mit Texten sinnvoll. Zudem werden damit die eingeführten Redewendungen erneut gefestigt, da davon auszugehen ist, dass allein durch die Form der Übung als "drag und drop" die Motivation der Schülerinnen und Schüler gefördert wird. Ziel ist auch, die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler im Sinne der Freiarbeit zu fördern, so dass sie zuerst mit ihrem Partner ihre Produkte kontrollieren und dabei die Hilfsmittel wie etwa das Lehrwerk zu Rate ziehen und sich erst in einem zweiten Schritt an den oder die Lehrende wenden. Klar ist, dass die Produkte der Schülerinnen und Schüler von der Lehrperson kontrolliert werden müssen, bevor sie zur Übung für alle freigegeben werden.
Die Lerngruppe als Ganzes wahrnehmenIm Stundenablauf muss es immer wieder Phasen der Reflexion und Erklärung geben, damit die Lerngruppe als Ganzes das Lernziel erreicht.Arbeit in Kleingruppen fördernDie Arbeit im Computerraum bedingt als Sozialform die Arbeit in Paaren oder Dreiergruppen, da in der Klasse zwölf Arbeitplätze für 30 Schülerinnen und Schüler zu Verfügung standen. Optimal ist es, wenn es in der Mitte des Raumes auch Tische gibt, an denen die Reflexions- und Erklärungsphasen durchgeführt werden können. Zu überlegen wäre auch, ob die Gruppe gerade für diese Einführungsstunden geteilt werden kann, damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler an den Computern arbeiten können.