"Wegen der medien-öffentlichen 'Ostalgie', der Verharmlosung der zweiten deutschen Diktatur, ist es besonders wichtig, den jungen Menschen diese Diktatur mit ihren Macht- und Anpassungsmechanismen begreiflich zu machen. Ich möchte zeigen, wie eine moderne Diktatur sich vor allem der Kinder und Jugendlichen bemächtigt", sagt Josef Budek. Zehn Jahre war er für die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße in Berlin tätig, inzwischen lebt er in Bayern.
Karriere, Betätigungsverbot, Stasi-Haft, AusweisungJosef Budek wurde 1940 in Halle an der Saale geboren. Nach seiner Tätigkeit als Dramaturg, Redakteur und Szenarist im DDR-Fernsehen ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Ministerium für Kultur. Sein zunehmend regimekritisches Verhalten bedeutete 1978 das Ende seiner Karriere. Nach dem Veröffentlichungs- und Betätigungsverbot blieben Budek nur Tätigkeiten als Gelegenheitsarbeiter, aber er war dennoch weiter in der Friedensbewegung aktiv. 1983 wurde Budek durch die Staatssicherheit verhaftet. 1984 folgte sein "Verkauf" in die Bundesrepublik.
Angebote für SchulenJer nach den Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler und den Annknüpfungsmöglichkeiten an den Unterricht trifft der Referent mit den Lehrkräften Absprachen zu den gewünschten Schwerpunkten des Vortrags. Die Veranstaltungen sind für Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 9 geeignet und umfassen in der Regel zwei Unterrichtsstunden. Der Honorarsatz beträgt 150 € (zuzüglich Fahrtkosten). Das Angebot richtet sich insbesondere an Schulen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Hier können Sie ergänzende Informationen zum Vortragsangebot für Schulen herunterladen (als PDF-Datei).Dateigröße: 283 KB
Zeitgeschichte, Oral History