Das Wizadora-Café ist ein regelmäßiger Nachmittagstreff am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in der Klasse 3d der Grundschule Hillesheim. Schwerpunkt ist die Arbeit mit der Wizadora-CD-ROM. Daneben werden Getränke und Kuchen verkauft. Es gibt ein "Wizadora-Kino", Bastelangebote sowie ein gemeinsames Bingo-Spiel.
Herzstück des Cafés ist die Theke, die uns der Hausmeister sach- und fachgerecht im Klassenraum eingebaut hat. Es werden Getränke und jeweils im Wechsel von allen mitgebrachte Kuchen oder vor Ort frisch gebackene Waffeln von den Schülerinnen und Schülern verkauft. Drei Tischgruppen dienen als Café-Tische. Die Schülerinnen und Schüler gestalten die Café-Tische und die Theke mit Blumenschmuck, Kerzen, Servietten. Milch und Zucker stehen bereit.
ÖffnungszeitDie Öffnungszeit um 15 Uhr wird strikt eingehalten. Obwohl immer schon viele Kinder mehr als 20 Minuten vorher da sind, akzeptieren sie, dass erst um 15 Uhr Einlass ist, und warten geduldig vor der Tür.
Service-Team
Regeln für das Wizadora-Café
Sponsoring, FinanzenAlle Getränke, die verkauft wurden, wurden gespendet. Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern formulierten wir Briefe zum Spendenaufruf, die dann von den Kids selbst geschrieben und an zwei Firmen geschickt wurden. Dazu kamen Spenden von Eltern und des Schulleiters.BuchführungJulia wurde zum Kassenwart bestimmt. Sie verwaltete die Einnahmen und Ausgaben, führte darüber Buch und gab der Klasse nach jedem Wizadora-Café einen aktuellen Kassenbericht. Von den Einnahmen wurde in der 4. Klasse eine dreitägige Klassenfahrt komplett finanziert. Somit gab es auch für Kinder aus sozial schwachen Familien kein Finanzierungsproblem. Unter sozialen Aspekten ein weiterer Erfolg des Projekts.
Während der Öffnungszeit des Wizadora-Cafés findet im nebenliegenden Werkraum das "Wizadora-Kino" statt. Dort werden zwei Mal pro Nachmittag zu festgelegten Zeiten die gleiche Folgen eines Wizadora-Videos gezeigt. Die Kinder (Service-Dienst) bedienen die Videoanlage selbst.
Zunächst wurden die Bastelbögen aus den Wizadora-Materialien an festgelegten Tischen ausgelegt. Später wurden jeweils neue Bingo-Karten erstellt und dazu das schulische Laminiergerät (hohe Attraktivität bei den Kindern) aufgestellt. An den Basteltischen darf, wie auch an den Computerplätzen, nicht gegessen und getrunken werden.
Drei Bingo-Runden zu einer festgelegten Zeit sind ein beliebtes gemeinsames Ritual während des Wizadora-Cafés. Der Sieger oder die Siegerin jeder Runde erhält einen kleinen Gewinn. Das Bingo wird jeweils nach einigen Wochen um ein neues "Vokabelfeld" erweitert: Zahlen, Farben, Körperteile, Lebensmittel, Kleidung... (gute Übung zur spielerischen Wortschatzfestigung). Nach anfänglicher Durchführung durch uns wird das Spiel mittlerweile von allen Kindern auch selbständig angeleitet und verläuft nach folgender fester Regel:
"It's bingo-time!"
Aus einem Säckchen zieht die Spielleitung eines der ausgeschnittenen Symbole, benennt es: "Picture number one is" ... und legt es vor sich hin. "Picture number two is"... usw.Die Spieler suchen das Symbol auf ihrer Karte und legen ein Steinchen darauf. Das Spiel endet, wenn ein Spieler "Bingo" ruft (also waagerecht/senkrecht oder diagonal eine Reihe komplett mit Steinen belegt hat). Er wiederholt dann seine Bingo-Reihe und die Spielleitung prüft die Richtigkeit. Sie überreicht den Gewinn und die zweite Runde wird gestartet, meist mit Spielleiterwechsel.
Varianten
Durch verschiedene Einladungen konnten die Schülerinnen und Schüler immer wieder ihre Arbeit nach außen präsentieren. Vor der Eröffnung wurden die Kinder durch die lokale Presse interviewt. Die Eröffnung fand mit Eltern, Verwandten und Geschwistern sowie im Beisein des Schulleiters statt. Das Lehrerkollegium wurde eingeladen. Zum Termin des Elternsprechtags wurde das Café ebenfalls geöffnet. Zum Schuljahresende gab es ein Abschlussfest mit Eltern und Geschwistern. Allein an diesem Tag kamen 80 Leute in das Wizadora-Café!Oma und Opa am ComputerInsgesamt waren jedes Mal Besucher da. Eltern, Großeltern, Nachbarn kamen auf einen Kaffee vorbei, beteiligten sich an den Bastelangeboten, spielten Bingo, saßen mit am Computer und wurden dabei von den Kindern "angeleitet". Es war für alle Schülerinnen und Schüler und die gesamte Atmosphäre ein wichtiger Faktor, dass sie Eltern durch ihr Interesse und ihre Beteiligung das Projekt ernst nahmen.