Würdigung der ArbeitsergebnisseWie bei allen Aufgaben, die zu einem "echten" Produkt führen - was in der Schule ja immer noch eher die Ausnahme ist - muss auch beim Portfolio ein Raum für die Würdigung der Arbeitsergebnisse geschaffen werden. Dies ist auf der Ebene des individuellen Arbeitsprodukts jedes Einzelnen die Bewertung (= Benotung ) durch die Lehrkraft, auf der Ebene des kollektiven Lernprozesses die Vorstellung der Portfoliomappen in der Klasse.
Methodisch kann die Portfolio-Präsentation zum Beispiel so organisiert werden:
Hörbuch oder KlassenbibliothekAuch die Herstellung eines Hörbuches ist eine reizvolle Aufgabe, für die sich sicher in jeder Klasse einige Experten oder Expertinnen finden. Die "Nachhaltigkeit" der Leseförderung ist damit gesichert. Sie kann noch gesteigert werden, wenn aus allen Büchern (ursprünglich waren es ja drei Vorschläge pro Peron) eine Klassenbibliothek zum Ausleihen zusammengestellt wird.
Kollegium stellt Bücher vorBesonders interessant wird das Unterrichtprojekt übrigens dann, wenn der Lehrer oder die Lehrerin selbst mitmacht und ein eigenes Portfolio erstellt. Diese Aufgabe muss nicht auf den Deutschlehrer oder die Deutschlehrerin beschränkt bleiben! Auch die Lehrkräfte anderer Fächer sind herzlich dazu eingeladen, in ihre privaten Lektürevorlieben Einblick zu geben. Denn auch das gehört zu den Einsichten aus PISA: Lesekompetenz geht alle an!Kleinevent zum Thema LesenWer noch mehr "Anschlusskommunikation" ermöglichen will, kann mit den Portfolios einen Elternabend, einen Lesenachmittag mit der Parallelklasse, ein Literaturcafé mit Unterstützung der Schülermitverwaltung oder Ähnliches veranstalten.Website zum ProjektAuch mit dem digitalen Auftritt auf der Schul-Homepage (Hypertext-Projekt mit ausgewählten, besonders gelungenen Produkten, Hörtexte) kann die These "Wer liest, lebt doppelt" (mindestens!) eindrücklich belegt und der Welt außerhalb der Schule vorgestellt werden.