Cerstin Henning
16.07.2003

Das Produkt: die Verona World Website

Es gibt verschiedene Produkte, die aus einem Projekt erwachsen können, wenn das Internet genutzt wird.

Ein sinnvolles Produkt eines Internetprojektes ist sicherlich die Erstellung einer eigenen Website. Andere (nicht die Umsetzung in Hypertext erfordernde) Möglichkeiten sind die Erstellung eines Themenheftes, einer Zeitung oder einer Vortragsreihe.

Vorteile der Website-Produktion

Realitätsbezug
Die Vorteile einer Website-Produktion liegen in ihrer Nähe zu den thematisierten und genutzten Medien (bei der Informationsbeschaffung und -verarbeitung), im Transfer von Rezeption zu Produktion innerhalb einer Textsorte, besonders jedoch in der Möglichkeit zur Publikation für ein weltweites, breites Publikum. Vor allem bei dieser Publikation eigener Produkte ergeben sich (für Lernende) faszinierende neue Handlungsanlässe. Die Veröffentlichung geschieht ja in einem realen, nicht nur schulisch simulierten Zusammenhang. Weltweit können die selbsterstellten Produkte gelesen werden, sie stehen mehr oder weniger gleichberechtigt neben professionellen Produkten im Netz. Das ist in unserem Projekt ein großer Ansporn gewesen und hat dazu geführt, dass die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen an die Qualität ihrer Texte selbst hoch schraubten.

Konsequenzen für die Arbeit
Dieser internationale Adressatenkreis aus Austauschschülerinnen und Schülern, Verwandten und Bekannten der Lernenden, macht jede Formulierung bedeutsam. Auch Fehler bekommen einen neuen Stellenwert, da sie nicht mehr sanktioniert werden müssen. Durch das fundamentale Eigeninteresse der Schüler und Schülerinnen an der Güte des Produktes stellt sich ein von den Schülerinnen und Schülern geforderter Prozess der Optimierung ein. Diese Optimierung fällt insofern leicht, als das Endprodukt - also die Website - fließend ist und permanent überarbeitet, ergänzt, erweitert, verbessert, aktualisiert werden kann. Ganze Module können ausgetauscht oder angefügt werden, und es besteht ferner die Möglichkeit, per E-Mail Feedback einzufordern und so einen ständigen, dynamischen Prozess des lebens- (oder zumindest schuljahr-) begleitenden Lernens zu initiieren.
Da das Internet zu einem Großteil aus englischsprachigem Datenmaterial aufgebaut ist, liegt die Notwendigkeit zu Rezeption und Produktion gerade englischsprachiger Texte nahe und wird den Schülerinnen und Schülern beim Surfen explizit vor Augen geführt. Ein erhöhter (intrinsischer) Motivationsgrad ist die Folge.

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Europa im Unterricht
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