Eben dieser Vergleich mit einer normalen Gesprächssituation dient als Übergang zu einem zweiten Reflexionsschritt, der szenischen Darstellung der Chatkommunikation. Neben der kognitiven Aufarbeitung soll die distanzschaffende Verlagerung der Kommunikation vom virtuellen in den realen Raum den Schülerinnen und Schülern das Spezifische der Kommunikationssituation einsichtig machen. Durch die szenische Darstellung erleben die Schüler sehr deutlich den Unterschied zwischen dem virtuellen Chatgespräch und einem realen Gespräch. Darüber hinaus bietet die szenische Darstellung den mehr praktisch als analytisch begabten Schülern die Möglichkeit, sich auf ihre Art mit dem Text auseinander zu setzen.
Durch die sich ergebende Verfremdung werden netzeigene Kommunikationsformen und Regeln besonders augenfällig und zum Teil in ihrer Einfachheit und Absurdität entlarvt.Da einige Elemente der Chatkommunikation nicht in den realen Raum übernommen werden können, müssen zwangsläufig einige Transformationen vorgenommen werden. In einer Ideenbörse entwickeln die Schüler Vorschläge, wie man die Besonderheiten dieser virtuellen Kommunikation im realen Klassenraum darstellen kann.
Die folgende Reflexionsphase