Web-Ressoucen für den Religionsunterricht

Informationen zu Suchmaschinen, Online-Fachzeitschriften, Bibliotheken und Datenbanken für das Fach Religion.
 

Web-Kataloge arbeiten mit Redakteuren

Im Gegensatz zu vollautomatisierten Suchmaschinen wie AltaVista und HotBot arbeiten Web-Kataloge oder Web-Verzeichnisse wie Yahoo, WEB.DE oder DINO mit Online-Redakteuren, die den Inhalt von Web-Seiten inhaltlich katalogisieren. Der systemimmanente Nachteil dieses Verfahrens ist die logischerweise kleinere Anzahl der referenzierten Seiten. Gleichzeitig hat ein Katalog auch einen entscheidenden Vorteil für den Suchenden: Der bewertende Redakteur wird eine Seite auch dann unter der Rubrik Judentum einordnen, wenn der Ausdruck Judentum selbst nicht auf der Seite vorkommt. Ferner wird der Redakteur offensichtlich irrelevante (nicht aber fachlich einseitige!) Seiten kaum aufnehmen.

Web-Kataloge besitzen nur kleine Datenmengen

Aus Art und Umfang des Datenbestandes von Web-Katalogen ergibt sich deren Haupteinsatzbereich die Einstiegs- oder Überblickssuche. Da allein die Datenmenge, auf die Web-Kataloge zurückgreifen können, viel kleiner ist als die von echten Suchmaschinen, werden Sie mit speziellen Problemen bei einer Reihe von Suchanfragen leer ausgehen.

 

Suchmaschinen

Suchmaschinen bekommen ihre Datenbestände auf eine ganz andere Art und Weise als Web-Kataloge. Während die letzteren, wie bereits oben dargestellt, ihre Adressen durch Online-Redakteure nach inhaltlichen Kriterien "verarbeiten" und in ein hierarchisches Ordnungssystem bringen lassen, arbeiten die großen Suchmaschinen vollautomatisch und rein textbasiert. Die sich daraus ergebenden Datenbestände sind enorm, die Anzahl der gefundenen Treffer ebenfalls. Letztlich bedeutet dies aber für den Anwender eine Verpflichtung zu mehr Know-how, denn um eine Treffer-Anzahl im fünf- oder sechsstelligen Bereich erst einmal auf die relevanten Adressen zu reduzieren, bedarf es schon einer gehörigen Kenntnis in der Abwicklung einer komplexen Suche, das heißt also in den Suchbefehlen und Möglichkeiten der Suchmaschinen. Mehr dazu im nächsten Teil.

Metasuchmaschinen

Wenn man in seiner Internet-Recherche sicherstellen möchte, dass man keine relevanten Ergebnisse übersehen hat, muss man entweder eine Reihe verschiedener Suchmaschinen abfragen oder man überlässt diese Aufgabe einer sogenannten Metasuchmaschine, einem Dienst also, der die eingegebene Suchbegriffe bei mehreren Suchmaschinen und Webverzeichnissen abfragt. Metasuchmaschinen können jedoch, da sie hinsichtlich der Komplexität der Suchanfrage sozusagen den kleinsten gemeinsamen Nenner aller abgefragten Suchmaschinen akzeptieren müssen, natürlich nicht eine hochspezialisierte Abfragesyntax wie bei AltaVista zulassen.

 

Online-Fachzeitschriften

Fachzeitschriften setzen verstärkt auf das Internet

Der Trend zum Online-Publizieren ist nicht nur im Bereich der unterschiedlich häufig aktualisierten privaten oder auch geschäftlichen Homepages festzustellen; auch Fachzeitschriften haben ihren genuinen Platz im Internet entdeckt und tun dies oft genug - auch wenn sie kostenlos gelesen werden können - mit großem Engagement, gut gemachtem Layout und überzeugendem Inhalt. Die Finanzierung erfolgt dann - je nach dem - über Werbung, passwortgeschützte Bereiche nur für zahlende Mitglieder oder auch dadurch, dass die Autoren unentgeltlich schreiben, wie etwa beim Marburg Journal of Religion, das nur in elektronischer Form existiert. Die eigentlichen Produktionskosten sind niedrig und Vertriebskosten entfallen ohnehin gänzlich.

Online-Zeitschriftenbibliotheken stellen Informationen kostenlos zur Verfügung

Eine sehr gute Einstiegsadresse, um "seine" Fachzeitschriften zu finden ist die elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universität Regensburg. Durch einen Klick auf "Fachlisten" erhalten Sie eine Übersicht über Fachzeitschriften verschiedener Fachrichtungen, von denen etliche jeweils auch online frei zugänglich sind.

Literaturbeschaffung und Bibliotheksrecherchen

Eine noch nicht allzu bekannte Möglichkeit der Kombination von Literaturrecherche, -bestellung und -beschaffung bietet seit Oktober 1997 subito, der Dokument-Lieferdienst der deutschen Bibliotheken. Über die Internet-Homepage von subito (http://www.subito-doc.de) führen Links zu den Bestellsystemen. Die Lieferung der Dokumente ist kostenpflichtig. Zu den Lieferanten von subito gehören diverse Universitätsbibliotheken sowie die Bayerische Staatsbibliothek, die - was die Anzahl der verwalteten Zeitschriften anbelangt - bei weitem führende Bibliothek Deutschlands.

Kommerzielle Datenbanken

Katholische Nachrichtenagentur

Für den einzelnen Religionslehrer ist eine kommerzielle Datenbank wie z.B. die Katholische Nachrichtenagentur (www.kna.de) wohl derzeit noch zu teuer. Es laufen aber bereits Verhandlungen, die Schulen mit einem Pauschalangebot entgegen kommen würden. Denkbar wäre auch ein Rahmenvertrag, bei dem das jeweils für eine Schule zuständige Ordinariat einen Sockelbetrag übernehmen könnte, auf dem eine teilnehmende Schule dann mit einem verkraftbaren Betrag aufsatteln könnte. Solche Konditionen zu erhalten ist letztlich eine Frage des Verhandlungsgeschicks. Die Schule erhält dafür einen Zugang mit einem Benutzernamen und einem Kennwort für die Einwahl (das sog. Login).

Evangelischer Pressedienst

Schade, dass dem Einzelnutzer keine Möglichkeit zur eigenen Recherche geboten wird - auch nicht gegen eine Gebühr. Man muss wohl oder übel einen Rechercheauftrag stellen (DM 10,00 pro Auftrag) und für jede Textdatei zuzüglich DM 2,50 bezahlen, wenn die Daten per E-Mail übertragen werden. Das ist nicht übertrieben benutzerfreundlich und nimmt dem User auch die Möglichkeit der spontanen Präzisierung einer Suche sowie der Quellenvorauswahl ohne Anzeige (und fällige Gebühren) anhand der Überschrift. Hier sollte auch die Möglichkeit angedacht werden, über Pauschaltarife oder Rahmenverträge den Einsatz für Schulen finanziell überschaubarer und dadurch interessanter zu machen.

Grundsätzliche Überlegungen zu kostenpflichtigen Datenbanken

Die kommerziellen Fach-Datenbanken bieten dem frei zugänglichen WWW gegenüber den entscheidenden Vorteil, dass die Datensätze qualitätsgeprüft sind und der Anwender dadurch schnell zu gesicherten Informationen gelangen kann. Im professionellen Alltag von Medienredaktionen ist dieser Vorteil auch Geld wert, die Benützergebühr macht sich buchstäblich "bezahlt". Im Bereich von Bildung und Schule "rechnet" sich dies nicht unmittelbar. Wenn aber auf Seiten der Sachaufwandsträger bzw. Kultusministerien die Erkenntnis wächst, dass zu der geforderten Medienkompetenz auch ein souveräner Umgang mit kostenpflichtigen Datenbanken gehört, weil dadurch wichtiges Know-how für das Studium grundgelegt wird, dann gibt es mindestens indirekte Gründe, die auch für einen gezielten Einsatz kostenpflichtiger Anbieter sprechen.

Weitere Informationen zum Thema

Linkliste
Links, die den unterschiedlichen Recherchemöglichkeiten zugeordnet sind: Suchmaschinen, Kataloge etc.

 

Suchstrategien
Erläuterungen zur Profisuche am Beispiel der Metasuchmaschine Altavista.

Umweltbildung & BNE
 
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