Redaktion / PM
23.02.2016

Bildung 2.0: Spielend lernen mit kindgerechter Software

Lernspiele werden bei Kindern immer beliebter und waren auch bei der Bildungsmesse didacta ein großes Thema. SCHAU HIN!, der Medienratgeber für Familien, rät zu interaktiver und altersgerechter Lernsoftware.
 

Spielerische Lern- und Bildungssoftware ist ein Trend, der immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Spielen und Lernen wechseln sich hier nicht ab, sondern sind eng miteinander verbunden. "Eine spielerische Herangehensweise an Lerninhalte hilft Kindern, Prozesse und Zusammenhänge besser zu verstehen und zu verinnerlichen. Denn: Je aktiver der Lernende, desto nachhaltiger der Lernerfolg", meint Kristin Langer, Mediencoach der Initiative "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht".

 

SCHAU HIN! Tipps

Auf kindgerechte Vermittlung achten
Der Vorteil von Lernspielen ist aber nicht nur eine didaktisch wertvolle Aufbereitung, sondern auch ein spielerischer Zugang zu den Inhalten, der Spaß macht und die Gefühlsebene anspricht. "Wenn etwa Emil und Pauline auf eine Lerninsel einladen und humorvoll in die Kapitel einführen, werden Kinder neugierig und erschließen sich aktiv die Welt der Buchstaben, Formen und Zahlen.", so Langer. Wissen sollte bei guten Lernspielen nicht einfach nur wiedergegeben werden, sondern die Kinder zum direkten anwenden mobilisieren.

Wichtig sind auch eine kindgerechte, übersichtliche und ansprechende Gestaltung, eine intuitive Bedienung, didaktisch aufgebaute Übungen, die den Lernzielen entsprechen und den Lernfortschritt berücksichtigen sowie regelmäßige Erfolge für die Nutzerin beziehungsweise den Nutzer.

Lernspiele gemeinsam prüfen
Lernspiele gibt es nicht nur für den Computer, sondern auch als App oder für die Konsole. Die Auswahl fällt da oft schwer. Doch wichtiger als das Medium ist vor allem der Inhalt. "Das Programm soll Kinder fordern und fördern, aber nicht überfordern", betont Kristin Langer.

Die Begleitung durch die Eltern bei der Auswahl und dem Ausprobieren ist wichtig, schließlich ist dies eine gute Möglichkeit, den Umgang mit digitalen Medien gemeinsam zu entdecken und einen Überblick über das Medienverhalten des Kindes zu erhalten.

Altersfreigaben beachten
Eltern können bei Trägermedien auf die Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) achten. Auch gibt es in App-Stores Altersangaben, die sich zwar an Kriterien orientieren, jedoch von den Entwicklern angegeben werden. Schlussendlich sind Altersfreigaben nicht als pädagogische Empfehlung zu verstehen. Neben dem Alter ist außerdem wichtig, für welche Klassenstufe die Lernsoftware geeignet ist.

Entscheidungshilfen nutzen
Eine Orientierungshilfe bieten Empfehlungen von Lehrkräften und Eltern, Tipps auf www.schau-hin.info/Empfehlungen, www.spielbar.de, www.app-tipps.net/lernen, www.datenbank-apps-fuer-kinder.de, www.klick-tipps.net/lernen, die Broschüre "Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt" sowie die Softwarepreise "Giga Maus", "Tommi", "digita", der "Comenius-EduMedia-Award" oder der Deutsche Computerspielepreis.

Medien als gute Ergänzung nutzen
Dienen Spiele dem Lernerfolg des Kindes, empfiehlt sich, dass Eltern dies nicht auf die vereinbarte freie Zeit für die Nutzung von Handy, Internet oder Konsole "anrechnen". Das digitale Lernen ist aber als Ergänzung und nicht als Ersatz klassischer Bildungsangebote zu verstehen und sollte andere Freizeitbeschäftigungen wie das gemeinsame Spielen nicht verdrängen. Schließlich wollen Schulkinder Tiere oder Pflanzen nicht nur am Monitor kennenlernen, sondern auch bei einem Waldspaziergang oder einem Zoobesuch direkt erleben.

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