Redaktion / PM
09.02.2016

Safer Internet Day 2016: So surfen Kinder sicher im Netz

Kinder und Jugendliche surfen gern im Netz. Damit sie sicher im Internet unterwegs sind, empfiehlt "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht", der Medienratgeber für Familien, zum Safer Internet Day am 9. Februar 2016 Eltern neben dem Einsatz technischer Hilfen die gemeinsame Vereinbarung von Surfregeln, die auch Dauer und Inhalte umfassen.
 

Viele Eltern fragen sich, wie sie ihr Kind schützen können sowie welche technischen Hilfsmittel gut und welche Regeln geeignet sind für einen sicheren Weg durchs weltweite Netz. Kristin Langer, Mediencoach von SCHAU HIN! empfiehlt: "Es ist wichtig, dass sich Eltern über technischen Schutz im Netz informieren, gerade Surfanfänger aktiv beim Surfen begleiten, auch bei erfahreneren Surfern im Gespräch dazu bleiben und gemeinsame Vereinbarungen treffen." Diese können schriftlich festgehalten werden, Vorlagen bietet www.surfen-ohne-risiko.net/netzregeln.

 

SCHAU HIN! Tipps

Technischen Schutz an Bedürfnisse des Kindes anpassen
"Jüngere und ältere Kinder brauchen unterschiedliche Bewegungsräume im Netz, die sich an ihrem Schutzbedürfnis und ihrem Interesse orientieren", so Langer. Generell bietet es sich an, ein eigenes Benutzerkonto für das Kind im Betriebssystem einzurichten und bestimmte Kinderseiten wie "Meine Startseite" in den Favoriten festzulegen oder als Startseite zu speichern. Für jüngere Kinder empfiehlt sich die Installation des "KinderServers", ein sicherer Surfraum, der alle Seiten der Kindersuchmaschinen "fragFINN" und "Blinde Kuh" sowie mit einer Anbieterkennzeichnung bis zwölf Jahren umfasst. Bei älteren Kindern ab zwölf Jahren ist eine Jugendschutzsoftware wie "JusProg" oder die "Kinderschutz-Software" der Deutschen Telekom ratsam, wenn sie altersgerecht eingestellt wird. Wichtig ist auch, mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets abzusichern. Spezielle Kinder-Browser wie die App "Meine-Startseite" beschränken das Surfen auf geprüfte Websites, Jugendschutz-Apps wie die "Vodafone Child Protect App" oder die "Surfgarten App", filtern ungeeignete Seiten und ermöglichen das Sperren einzelner Funktionen wie Internet oder Bluetooth. Über die meisten Betriebssysteme kann man weitere Sicherheitseinstellungen vornehmen und Funktionen einschränken oder unterbinden.

Zeitlimits vereinbaren und einhalten
Damit auch Zeit für Schule und Hobbys bleibt, Zeiten festlegen und auch einhalten. Etwa zehn Minuten je Lebensjahr pro Tag bei jüngeren Kindern beziehungsweise eine Stunde pro Woche bei älteren Kindern ab zehn Jahren sowie nur zwischen Hausaufgaben und Abendessen.

Gute Angebote auswählen und gemeinsam erkunden
Gut geeignet sind spezielle Kinderseiten und Kindersuchmaschinen, die intuitiv aufgebaut und werbefrei sind und mit denen Kinder spielend lernen können. Wichtig ist gerade bei Surfeinsteigern, dass Eltern sich Zeit nehmen, um die Angebote mit ihrem Kind zu nutzen. Anmeldungen und Downloads sind bei Kindern bis zwölf Jahren Elternsache.

Surferlebnisse teilen
Kinder wenden sich am besten gleich an die Eltern, wenn sie Fragen haben oder mit unpassenden Angeboten konfrontiert oder belästigt werden. Dann kann man beraten, wie man vorgeht, etwa Störer blockieren, Vorgänge dem Betreiber melden oder sich an Beschwerdestellen wie www.i-kiz.de oder jugendschutz.net wenden.

Daten schützen
Eltern vereinbaren mit ihrem Kind am besten auch, dass es Adresse, Handynummer, Chat-ID oder private Bilder niemandem preisgeben und nicht online veröffentlichen darf.

Gute Kinderseiten bieten www.klick-tipps.net, www.enfk.de oder www.seitenstark.de, gute Kinderapps www.app-tipps.net.

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