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Cornelsen Verlag
10.06.2015

Cornelsen-Studie: Medienausstattung weiter mangelhaft

2.794 Lehrkräfte aus ganz Deutschland wurden zur Medienausstattung und Mediennutzung an Schulen befragt. Die Kernergebnisse finden Sie hier übersichtlich zusammengefasst.
 

Die Ausstattung mit Tablet-PCs an Deutschlands Schulen steigt erneut um 4,1 Prozent. An durchschnittlich 11 Prozent der Schulen sind Tablets vorhanden, die Verbreitung in den verschiedenen Schulformen ist aber weiterhin gering. Die Bekanntheit und Nutzung der digitalen Schulbücher steigt über alle Schulformen, die fehlende Ausstattung bremst jedoch den Einsatz. Das ist die Bilanz der neuerlichen Cornelsen-Trendstudie, deren Ziel es ist, statistische Daten zur Ausstattung der Schulen mit technischen Geräten im Zeitverlauf zu ermitteln und die Zufriedenheit mit der technischen Ausstattung zu analysieren. Interaktive Whiteboards sind an zwei Dritteln aller Schulen verfügbar. Spitzenreiter in der technischen Durchdringung bundesweit sind weiterhin Kopierer (99 Prozent), Beamer (96 Prozent), CD-Player (96 Prozent) sowie Drucker und Overhead-Projektoren (jeweils 95 Prozent).

 

Die Kernergebnisse im Überblick

Die durchschnittliche Grundschule …
hat 251 Schülerinnen und Schüler, 13 Klassenräume, drei Fachräume und einen Computerraum. Tablets gehören nicht zur Ausstattung. 88 Prozent der Grundschulen haben Internet, 34 Prozent verfügen über WLAN. 55 Prozent der Grundschullehrerinnen stimmen der Aussage zu, dass digitale Medien den Unterricht aufwerten. 62 Prozent sind der Meinung, digitale Medien würden das gedruckte Schulbuch ergänzen. An Grundschulen ist die Gesamtzufriedenheit mit der technischen Ausstattung im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wie in den Jahren zuvor sind die Grundschullehrerinnen unzufrieden mit der Ausstattung bei Notebooks (57 Prozent), Whiteboards (45 Prozent) und Tablet-PCs (52 Prozent). Die durchschnittliche Anzahl von Desktop-PCs bleibt konstant bei 20 Geräten. Etwa acht Notebooks sind pro Schule verfügbar. 2,5 Prozent mehr Grundschulen haben ein interaktives Whiteboard. Die durchschnittliche Anzahl je Schule liegt bei 1,2 Whiteboards und einem Beamer.

 

Das typische Gymnasium …

hat 907 Schülerinnen und Schüler, 33 Klassenräume, zwölf Fachräume und drei Computerräume. 93 Prozent der Gymnasien haben Internet, 59 Prozent verfügen über WLAN. 64 Prozent der Gymnasiallehrkräfte stimmen der Aussage zu, dass digitale Medien den Unterricht aufwerten. 70 Prozent sind der Meinung, digitale Medien würden das gedruckte Schulbuch ergänzen. Wie in den Vorjahren sind die Lehrkräfte unzufrieden mit der Ausstattung bei Tablet-PCs (45 Prozent). 59 Prozent der Gymnasiallehrkräfte wünschen sich wie im Vorjahr mehr Notebooks an den Schulen. Am durchschnittlichen Gymnasium waren in 2014 etwa 45 Desktop-PCs und 23 Notebooks vorhanden. Fast fünf Prozent der Gymnasien verfügten über mindestens ein Tablet mehr als im Vorjahr, pro Gymnasium stehen etwa 2,6 Tablets zur Verfügung. Die Anzahl an Whiteboards je Gymnasium steigt leicht auf 6,8 Geräte je Schule sowie acht Beamer.

 

Private IT-Ausstattung der Lehrkräfte
Rasantes Wachstum zeichnet sich bei der privaten Medienausstattung von Lehrkräften ab: Der Smartphone-Besitz stieg erneut um 12,9 Prozent, Dreiviertel aller Lehrkräfte verfügen damit über ein internetfähiges Handy. Der Besitz von Tablet-PCs stieg um 12,6 Prozent, knapp die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland verfügt über einen Tablet-PC, ein Drittel der Lehrkräfte hat einen E-Book-Reader. Die größte Durchdringung privat angeschaffter Geräte liegt jedoch weiterhin bei Druckern (95 Prozent), Digitalkameras (86 Prozent), CD-Playern (86 Prozent), Scannern (85 Prozent), Notebooks (85 Prozent) und DVD-Playern (85 Prozent).

Stimmen zu den Ergebnissen der Cornelsen-Trendstudie:
Wolf-Rüdiger Feldmann, Geschäftsführer der Cornelsen Schulverlage: "Die Wirksamkeit digitaler Medien im Unterricht hängt nicht nur von der Ebene der Lerner und der Ebene des Unterrichts ab. Grundlegende Weichen können nur im Gesamtsystem Schule gestellt werden. Hier greifen verschiedene Prozesse - hinsichtlich des Lehrpersonals, der Unterrichtsausstattung mit IT und Content sowie der strukturellen Organisation. Wir gehen als Bildungsanbieter bereits seit einigen Jahren in Vorleistung, unter anderem mit der Plattform www.scook.de. Wir können die Bildungspolitik jedoch nicht aus ihrer Pflicht entlassen: Deutschland muss jetzt in Bildung und Bildungsmedien investieren. Professionelle Bildungsmedien sind effizienter als jedes andere Format. Wir werden weiterhin Treiber sein, um die Zukunft von Schule mitzugestalten. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Bildungsbehörden und kommunale Träger können sich auf unsere qualitätsgesicherten Bildungsmedien verlassen."

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