Redaktion / PM
30.09.2013

miniKIM 2012: Medienalltag von Zwei- bis Fünfjährigen

Viele Kleinkinder sind von Medien fasziniert. Im Alltag von zwei- bis fünfjährigen Kindern spielen besonders das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine wichtige Rolle. Dies sind Ergebnisse der Studie miniKIM 2012 (Kleinkinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.
 

Fast die Hälfte der Kinder (47 Prozent) sieht jeden oder fast jeden Tag fern. 45 Prozent beschäftigen sich (fast) jeden Tag mit einem Buch. Im Altersverlauf zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Präferenzen: Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium. Dies macht sich auch in der Nutzungsdauer bemerkbar: Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren sehen durchschnittlich 30 Minuten am Tag fern, die Vier- bis Fünfjährigen kommen bereits auf 55 Minuten pro Tag. Unabhängig davon bleibt die Zeit, in der sich die Kinder mit Büchern beschäftigen, aber in beiden Altersgruppen konstant (26 Minuten pro Tag).

 

Die Studie

Lieblingssendungen und -bücher
Die liebste Fernsehsendung der Kinder zwischen zwei und fünf Jahren ist nach Angaben der Haupterzieherinnen und -erzieher "Unser Sandmännchen". Mit großem Abstand folgen "Die Sendung mit der Maus", "Bob der Baumeister", "Jim Knopf" und "SpongeBob". Zu den Lieblingsbüchern der Zwei- bis Fünfjährigen zählen Tierbücher im Allgemeinen und "Wimmelbücher".

Buch laut Eltern wichtigstes Medium
Nach Einschätzung der Eltern ist vor allem das Buch ein wichtiges Medium, das die Fantasie von Kindern fördert. Außerdem denkt der Großteil der Eltern, dass Kinder durch Bücher lernen und diese ein wichtiger Faktor für den späteren Schulerfolg sind. Film und Fernsehen sehen viele Eltern eher kritisch: So denken sechs von zehn Eltern, dass Filmmedien einen Einfluss auf die Gewaltbereitschaft haben, oder Kinder dadurch zu "Stubenhockern" werden. Dennoch glauben ebenso viele, dass Fernsehen und Videos beziehungsweise DVDs für Kinder wichtig sind, um bei Freunden mitreden zu können.

Noch kaum Erfahrungen mit dem PC
Computer und Internet spielen bei der Mediennutzung der Zwei- bis Fünfjährigen kaum eine Rolle, lediglich 16 Prozent der Kinder haben schon erste Erfahrungen mit dem PC gesammelt. Und auch die modernen Tablet-PCs haben bisher noch keinen festen Platz im Kinderzimmer: 57 Prozent der Eltern finden, dass Tablet-PCs nichts für Kinder sind.

Hintergrund
Mit der Studie miniKIM legt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) in Kooperation mit dem SWR erstmals Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren vor. Für die repräsentative Studie wurden insgesamt 632 Haupterzieherinnen und -erzieher zum Medienverhalten ihrer Kinder befragt.

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